Membranverfahren

Wasserrecycling in der Papierindustrie

Ohne Wasserkreislaufführung würde der Frischwasserverbrauch in einer Papierfabrik mehr als 100 l je kg Papier betragen. Die Einführung von Wasserkreisläufen und die Nutzung von biologisch gereinigtem Abwasser lassen den Wasserbedarf auf 12 l je kg Papier schrumpfen.

In Altpapier verarbeitenden Betrieben ist die Abwasserbelastung besonders hoch. Moderne Produktionsanlagen zeigen, dass es mit Hilfe der Membrantechnik möglich ist

  • den Wasserverbrauch nochmals deutlich zu reduzieren
  • ein Brauchwasser von hervorragender Qualität zu erzeugen
  • die Laufzeiten der Papiermaschinen zu steigern.

Die Wirtschaftlichkeit der Produktion von Papier kann somit durch den Einsatz von Membrantechnik deutlich gesteigert werden.

Beispiel: Papierfabrik Palm-Eltmann

Im Zuge einer Produktionssteigerung auf 420.000 t/a wurde die bestehende biologische Abwasserreinigungsanlage ebenfalls erweitert. Zur Abtrennung der aus der Biologie abtreibenden Suspensa wurde eine Sandfiltrationsanlage errichtet. Der Ablauf der Sandfiltration wurde weitergehend mit Membrantechnik (Nanofiltration) aufbereitet.
Nanofiltrationsanlage
Nanofiltrationsanlage
Der von der biologischen Behandlung nicht entfernte CSB, gelöste Farbstoffe sowie AOX werden mit dieser Verfahrenskombination weitestgehend entfernt. Das aufbereitete Wasser kann selbst an sensiblen Stellen der Papiermaschine wieder zum Einsatz kommen. Gleichzeitig sind alle Bedingungen an eine Direkteinleitung des Abwassers in den Vorfluter erfüllt.

Permeatleistung der Membrananlage 1,65 Mio m³ pro Jahr
Rückhalt (CSB, Farbstoff, AOX) ca. 90 %
Abwasseranfall je kg Papier unter 7 l

Nanofiltration zur Trinkwasserenthärtung

Der überwiegende Teil des Trinkwassers wird in deutschen Haushalten nicht als Lebensmittel, sondern als Brauchwasser für verschiedene Aufgaben im Haushalt verwendet. Eine hohe Wasserhärte erweist sich hier als Nachteil für den Verbraucher. Insbesondere Kalkablagerungen auf Haushaltsgeräten und Sanitärarmaturen sind vom Verbraucher unerwünscht. Darüber hinaus bedingt eine hohe Wasserhärte einen höheren Verbrauch an Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Regenerierungssalzen für den Betrieb von Ionentauschern, beispielsweise in Spülmaschinen.

Insgesamt kann die Kostenersparnis für einen Durchschnittshaushalt (240 m³/a) bei einer Verminderung um eine Härtestufe (entspricht 7 °dH) auf mindestens 78 € pro Jahr abgeschätzt werden.

Andererseits erhöhen sich die Aufbereitungskosten von Trinkwasser nur geringfügig. Der Einsatz von Nanofiltration zur Trinkwasserenthärtung wird in Deutschland bereits angewendet. Die Kapazität von derzeit installierten Anlagen reicht bis zu 1,5 Mio m³ pro Jahr. In den nächsten Jahren werden Anlagen mit Kapazitäten bis zu 50 Mio m3 pro Jahr folgen.

Die Vorteile der Nanofiltration im Überblick:

  • Selektive Abtrennung von Härtebildnern
  • Abtrennung von Bakterien und Viren
  • Geringer Energieaufwand
  • Minimaler Aufwand bei der Nachbehandlung

Die Vorteile der WEHRLE Trinkwasserenthärtung in Überblick:

  • Geringe Investitions- und Betriebskosten
  • Keine Abfallprodukte
  • umweltschonende Lösung
  • Vermeidung von Korrosionsproblemen
  • Langjährige Erfahrung mit Membrantechnik und Nanofiltration
Membranverfahren
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